Colourpart Fotografie Grundlagen und Technik

Das Tor zu den Farbwelten

Herbst im Hamburger Hafen

Farbräume visuell zu verstehen ist eine elementare Grundlage für schönere Fotos. Sich nun folgend ein Verständnis
darüber zu erschaffen macht nicht nur Sinn, sondern bringt zukünftig einfach mehr Freude beim betrachten Ihrer
Foto-Ausbeute.

In meiner Ausbildung zum Lithografen war ein Farbbuch eine Art Farbbibel. Ein Farbatlas um Farben Prozent genau für den Offsetdruck zu bestimmen (CMYK)*. Stimmten die erstellten Werte für ein Foto (Lithografie) nicht für den Druck, da konnte schon mal eine grüne Wiese im Andruck auf Papier (Druck-Druckmaschine) Rot werden. Für interessierte um diesen Umfang über Farben zu erahnen, habe ich den folgenden Link gesetzt. Für mich immer wieder faszinierend. Ich rieche förmlich Druckfarbe.

Um dieses zukünftig im Augenmerk zu trainieren, rufen Sie sich hin und wieder einfach die folgende Grafik ins
Gedächtnis zurück. Dazu Ihren Fokus auf die dreidimensionalen
sRGB -und dem Adobe RGB Farbraum richten. Denn
mit diesen beiden Arbeitsfarbräumen werden Sie am meisten konfrontiert, wenn es um eine professionellere Fotografie (Kammerakauf) und um die Printausgabe Ihrer Fotos (in Museumsqualität) gehen wird.

Meine Empfehlung wenn es möglich ist, einfach mal den Adobe RGB Farbraum an Ihrer Kamera einstellen. Nach dem nächstem Shooting werden Sie positiv überrascht sein, war dieser vorher auf sRGB eingestellt.
(Häufigste Werkseinstellung).

Farbräume visuell zu verstehen ist eine elementare Grundlage für schönere Fotos.



Vorab eine recht komplizierte Definition, welche Sie zumindest im Hinterkopf behalten sollten:

Ein ICC-Profil ist ein genormter Datensatz, der den Farbraum eines Farbeingabe -
oder Farbwiedergabegeräts, z. B. Monitor, Drucker, Scanner etc. beschreibt.



 


Eigenschaften und Empfehlung zu den Farbraum-Profilen.


sRGB ist ein Arbeitsfarbraum für Bildschirm-Medien. Er ist besonderst geeignet
für Internet
und Multimedia-Anwendungen.


AdobeRGB 1998 wenn der Schwerpunkt in der Photographischen Datenverarbeitung
mit additiven Farbsystemen überwiegt (Monitordarstellung).




Verwenden Sie den eciRGBv10. Dieser modifizierte Arbeitsfarbraum ist für die Ausarbeitung von Bildmaterial sehr gut

geeignet und hat sich in Mitteleuropa auf breiter Basis durchgesetzt. Für Fotos die zur Druckerei gehen werden.

ECI-RGB
ein empfohlener Arbeitsfarbraum für die Druckvorstufe und kommt auch den Tiefenzeichnungsgebahren im Offset/Tiefdruck positiv entgegen-


Lstar-RGB-v4 L* ist der Kompromiss aus dem ECI-RGB Farbraum, der den druckbaren Farbraum besser abdeckt als
der AdobeRGB 1998 Farbraum. Er reduziert positiv Artefakte
wie z.B. Tonwertabrisse und Farbkipper in den Tertiärfarben.


ICC ist hier die Abkürzung für das International Color Consortium, ein Zusammenschluss vieler Hersteller von Grafik-, Bildbearbeitungs- und Layoutprogrammen, 1993 gegründet mit der Absicht, eine Vereinheitlichung von Farbmanagement-systemen zu erzielen.

Farbübertragung und Farbbetrachtung Ihrer Fotos




Wenn Ihre Foto-Farben mit einem Drucker oder an Ihrem Monitor nicht korrekt wieder gegeben werden, liegt dies meist an einem unzureichenden oder nicht korrekten abgestimmten oder impletiertem Farbprofils.



Die fachliche Definition ist die folgende: Das implemtierte Farbprofil  liegt außerhalb des
Gamut ihrer Hardware (Drucker Monitor) und wurde je nach der Art der Farbübertragung vom Rendering intent derart verschoben, dass es das Original
Foto nicht richtig darstellen wird. Diesen Vorgang nennt man
Gamut-Mapping. Zu einer richtigen Farbübertragung muss dazu das korrekte Farbprofil, welches als Tabelle hinterlegt sein (Farbraum-Transformation).

Dies nennt man nun insgesamt Farbmanagement. Meist sehr unübersichtlich für den Laien wie auch oft für den Semiprofie. unverständlich ist. Hierfür gibt es jedoch eine super schöne perfekte Seite vom
ICC. Das International Color Consortium,
ein Zusammenschluss vieler Hersteller von Grafik-, Bildbearbeitungs- und Layoutprogrammen. Mit der Absicht, eine Vereinheitlichung von Farbmanagementsystemen zu erzielen. Klasse! Im folgenden Link könne Sie sich fast alle Profile für ihre Software oder Hardware umsonst runter laden.

Grundlagen Fotografie via Farbmanagement



Farbmanagement auch beim beschneiden Ihrer Fotos

So viele unterschiedliche Rawkonverter und Kamerassysteme es gibt, so unter-schiedlich sind auch die Farbanmutungen und die Qualität der digitalen Daten.
Sie als Fotograf stehen vor der Wahl den richtigen Weg bei der Entwicklung Ihres
digitalen Negativs zu finden.


Als es noch nicht möglich war, ein Raw selbst zu entwickeln, übernahm die Kamerasoftware diese Aufgabe. Mit guten
oder weniger guten Farbergebnissen. Daran hat sich fast nichts verändert. Denn die Vielzahl der möglichen Einstellungs-Parameter vor der Entwicklung zu einem Tiff oder einer JPEG- Datei kann weiterhin zu “Farbunfällen” führen, wenn Sie
dies nicht im Vorfeld mit im Auge behalten werden (unbunte, extrem bunte oder Zeichnungsverluste in Ihren Fotos).
 
Hierfür sind meist viele Faktoren mit verantwortlich: unkorrektes Farbmanagement, eine unsachgemäße Einstellung an
Ihrer Kamera. Letzteres addiert sich mit den Einstellungs-Parametern bei der zusätzlichen Verwendung einer Bildbearbeitungs-Software zur Optimierung Ihrer Fotos. Selbst wenn Sie damit nur Ihre Fotos beschneiden wollten.



Kammerasoftware Grundeinstellungen beachten

Sie haben mit dem Programm nicht viele Möglichkeiten im Farbmangement etwas

falsch oder richtig einzustellen, wenn Sie Ihre Daten selbst entwickeln möchten. Den wichtigsten Parameter den sie einstellen müssen, ist der Farbraum, mit dem sie Ihre Datei entwickeln möchten.




Ein Farbraum ist dafür verantwortlich wie die Farben verrechnet werden sollen, wenn Ihr Foto zu einem Tiff oder Jpeg entwickelt wird. Einmal ausgewählt begleitet er Ihr Bild bis zu Ihrem Fotoabzug oder zur Verwendung auf Ihrer Webseite. Das heißt, dass Sie Ihrem Foto, nach einer Entwicklung vorerst keinen anderen Arbeits-Farbraum Neu zuweisen sollten. Stellen Sie oder andere Personen jedoch fest, dass nicht der richtige Farbraum bei der Entwicklung verwendet wurde,
sollte eine Raw-Datei-Neu entwickelt werden.


Bis auf ein paar wenige Kamerasysteme bieten Kamerahersteller eine Auswahl von Farbräumen an, welche Sie
grundsätzlich anhand der Kamerasoftware "richtig einstellen sollten", bevor Sie fotografieren gehen.


Eine Empfehlung für den richtigen Arbeitsfarbraum gibt es nicht. Der eine macht das Bild bunter der andere Farbraum
das Bild etwas rötlicher. Der dritte oder
vierte das Bild ungesättigter. Meine Empfehlung ist der Adobe-RGB-Arbeitsfarb-raum. Da dieser am ehesten alle weiteren Aufbereitungen für eine visuelle korrekte Ausgabe (Farbdarstellung) eines
Fotos unterstützt.



Nachdem Sie Ihre Farbeinstellungen im Bildbearbeitungs-Programm vorgenommen haben, sichern Sie diese als Setting
im Menüpunkt “Einstellungen” unter dem Rider “Einstellungen
speichern“. Hier können Sie Ihre gesicherten Settings auch wieder laden oder mit dem Filter “Camera Raw-Standards zurücksetzten” und Ihre ursprünglichen Kamerainformationen wiederherstellen.

In Ihrer Kamerasoftware einfach die ausgewählte Option bestätigen (Adobe 1998, Rawformat, Tiff, Jpeg).

 


Farbmanagement im Bildbearbeitungsprogramm

Ein Farbmanagement ist eine Symbiose zwischen den gewählten Farbeinstellungen
im Rawkonverter und den Farbein-stellungs Parametern in den Bilbearbeitungs-programmen.



 

Heute haben wir den 12.09.2018 Uwe Fesel Colourpart. Diese Seite wird von mir immer weiter bestückt. Ich hoffe die Idee gefällt, dass ich mein Wissen als gelernter Lithograf weiter geben möchte. Schaut einfach öfters vorbei, denn diese Seite wird weiter bestückt, sobald es mir meine doch begrenzte Zeit erlaubt. Und wenn es Euch gefällt dann würde ich mich sehr darüber freuen, wenn Ihr meine Seite an Freunde und interessierte teil.  Herzliche Grüße Uwe Fesel

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